Rockaue: Nächste Woche geht es los mit vier Bühnen

Band Promo Shooting Jennifer Rostock Berlin

Maria Hülsmann ist müde, aber glücklich. „Wenn ich nach vier Stunden Schlaf aufwache und nur von Stromleitungen, Wasseranschlüssen und irgendwelchen technischen Ausstattungen der Bühnen geträumt habe und mich dann frage, ob sich dieser an neue Grenzen führende Stress lohnt, dann sag ich mir immer deutlicher: Ja!“

Fröhlich ist die Geschäftsführerin des Festivals Rockaue auch, weil sie eine gute Nachricht zu verkünden hat: „Wir werden am 11. Juli bei der Rockaue doch die vierte Bühne haben. Ich freue mich so sehr, dass wir jetzt elf Bonner Bands eine Bühne bieten können.“ Dank zweier Sponsoren wird es die sogenannte Local Stage, also die Bühne für Bands und Musiker aus Bonn und Umgebung geben. Rosemarie Titzmann vom gleichnamigen Friseursalon und die auf Veranstaltungstechnik spezialisierte Firma Wotec kommen laut Hülsmann für die Kosten auf.

Noch stehen nicht alle Bands für die lokale Bühne fest. Klar ist aber, dass Black Lemon seinen Indiepop mit deutschen Texten wird aufführen können. Reverse Reaction, gerade zur „Hennefer Band 2015“ gewählt, ist ebenso dabei wie Deserted und Doghunters, die sich dem britischen Rock ’n‘ Roll verpflichtet fühlt. Beim Nachwuchswettbewerb „PopMotor“ geadelt wurde Dead Man’s Eyes, die schon auf der R(h)einkultur auftraten und jüngst als Support von Kill It Kid im Kölner Blue Shell begeisterten.
Hohen Bekanntheitsgrad in Bonn haben die drei Bands Bonnzen, Das frivole Burgfräulein, die mit ihrem Altstadt-Punk schon so was wie Kultcharakter haben, und Floatiz. Letztere sind die Mitglieder der früheren Mittelalter-Metal-Band Schelmish, die sich vor drei Jahren aufgelöst hat. Mit Floatiz gehen sie in eine völlig andere Richtung. Der Mix aus Singer/ Songwriter und HipHop ist am ehesten mit Clueso zu vergleichen.
60 ehrenamtliche Helfer stehen für das erste große, eintägige Rockfestival seit dem Aus der R(h)einkultur bereit. Natürlich sind auch professionelle Kräfte engagiert, insbesondere für Bühnentechnik und den Sicherheitsdienst. Dennoch kann die Initiative, zu der unter anderen auch Jürgen Harder vom Brückenforum, die Geschäftsführer des Green Juice Festivals, Julian und Simon Reininger, und von RheinEvents, Sandro Heinemann und Jan Hoffmann, gehören, noch Helfer gebrauchen. Wer Lust hat, am 11. Juli für das Gelingen des Festivals beizutragen, kann sich per E-Mail an info@rockaue.de melden.
„Vielleicht das Tollste an der Rockaue ist, dass wir und die Musikszene in Bonn immer weiter zusammenwachsen“, sagt Hülsmann. „Wir bekommen jeden Tag Post von Leuten, die so dankbar sind, dass wir dieses Stück Jugendkultur wieder aufleben lassen. Allein für dieses positive Feedback lohn sich die ganze Mühe.“ Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. (Cem Akalin)

Karten für 9,90 Euro plus Gebühr gibt es in den Bonnticket-Shops der GA-Zweigstellen. Weitere Infos zum Festival auf www.rockaue.de

 

Programm:

Beim Festival Rockaue treten am Samstag, 11. Juli, ab 12 Uhr folgende Bands auf:

Hauptbühne: Jennifer Rostock, Maxim, The Intersphere, Blackout Problems, Boppin’B, LebensWeGe, At The Farewell Party, La Confianza, Smashbrothers und The Fläsh.

Heavy Stage: Schandmaul, Freedom Call, Motorjesus, Gun Barrel, Eat The Gun, Aardvarks, We Are Wolf, Calibre Infinite, Angels and Enemies, Betray Your Idols und New Day Dawn.

Electronic Stage: TALUL, TUBE & BERGER, Leonard Bywa, Hidden Empire, Dayton, Oliver Schories, Parra for Cuva, Felix Jaehn, Klangtherapeuten, SoloWG und ein weiterer Act, der noch nicht feststeht.

Für die Local Stage: Drawing Circles, Floatiz, Deserted, Dead Man’s Eyes, Das Frivole Burgfräulein, White Trap, Thilo Distelkamp, Reverse Reaction, The Doghunters und die Bonnzen. ca