Moby meldet sich mit neuem Album „Future Quiet“ und größter Europatour seit zehn Jahren zurück – und macht Stopp in Bonn

Moby FOTO: Promo/X‑ray Touring

Von Dylan C. Akalin

Von London bis Bonn: Elektronik-Ikone Moby meldet sich eindrucksvoll zurück. Am 20. Februar veröffentlichte der New Yorker Musiker und Produzent sein 23. Studioalbum „Future Quiet“ über BMG – und kündigt zugleich seine größte Europatour seit zehn Jahren an. Im Sommer 2026 führt ihn die 28 Termine zählende Tournee quer über den Kontinent, unter anderem ins österreichische Eisenstadt, in das kroatische Pula, nach Dublin, London – und am 18. August nach Bonn zum KunstRasen.

Ein stiller Gegenentwurf zur überreizten Gegenwart

Mit „Future Quiet“ schlägt Moby ein neues Kapitel in seiner über dreißigjährigen Karriere auf. Das Album ist eine kontemplative, atmosphärisch dichte Sammlung aus vierzehn Stücken – ein Wechselspiel aus pianistischem Minimalismus, ambientesken Flächen und fein abgestimmten Vokalbeiträgen. Die Musik klingt zugleich intim und weit, still und voller Resonanz – eine bewusste Abkehr vom Getöse der Gegenwart.

Future Quiet ist, wenig überraschend, leise“, sagt Moby. „Ich liebe Übermaß, ich liebe Lautstärke. Aber in einer immer lauteren Welt brauche ich den Rückzugsraum der Stille. Dieses Album war für mich ein Ort der Ruhe – und ich hoffe, er kann das auch für andere sein.

Das Album eröffnet mit einer emotional aufgeladenen orchestralen Neufassung von „When It’s Cold I’d Like To Die“ – diesmal mit Jacob Lusk, der Stimme der gefeierten Soulband Gabriels. Der Song, ursprünglich 1995 auf „Everything Is Wrong“ erschienen, erlebte durch seine Verwendung in der Netflix-Serie „Stranger Things“ ein virales Wiederaufleben. Heute ist er Mobys meistgestreamtes Stück weltweit – und wird als emotionaler Höhepunkt auch Teil seiner kommenden Liveshows sein.

Von Coachella bis Europa – ein Sommer der Wiederentdeckung

Nach seinen Auftritten beim Coachella Festival am 10. und 17. April 2026 geht Moby auf große Open-Air-Reise: 28 Konzertabende, darunter weltbekannte Festivals, historische Spielstätten und ikonische Bühnen unter freiem Himmel – von Griechenland bis Georgien, Belgien bis Bulgarien.

Die Nachfrage zeigt Mobys anhaltende Strahlkraft: Shows in Brighton, London und Dublin waren binnen 24 Stunden restlos ausverkauft. Auch in Deutschland werden die Tickets heiß begehrt sein – nicht zuletzt, weil Moby hierzulande nur ausgewählte Termine spielt.

Musik mit Haltung und Herz

Seit seinem bahnbrechenden Debüt Go (1991) – von Rolling Stone als einer der wichtigsten Tracks der Musikgeschichte klassifiziert – gilt Moby als einer der Einflussreichsten seines Genres. Mehr als 20 Millionen verkaufte Alben, zahllose Preise und Kooperationen mit Künstlern wie David BowieThe Beastie BoysPublic Enemy und Daft Punk belegen seinen übergreifenden kulturellen Einfluss.

Doch Moby bleibt nicht bei der Musik stehen: Er lebt, was er ausdrückt. Der Künstler nutzt seine Plattform, um für Tierrechte, Umweltbewusstsein und mentale Gesundheit einzutreten. Alle Gewinne seiner 2024er-Tour spendete er vollständig an europäische Tierschutzorganisationen – ganz im Sinne seines Credos, „Zweck vor Profit“.

Mit seiner 2024 gegründeten Film- und Produktionsfirma Little Walnut überträgt Moby diese Philosophie auch auf andere Medien. Das dort entstandene Drama The Incomer feierte beim Sundance Film Festival Premiere und gewann den NEXT Innovator Award – ein weiterer Beweis dafür, dass Mobys kreative Energie weit über die Musik hinausreicht.

Ein Sommer der Stille – und des Aufbruchs

Mit Future Quiet verbindet Moby seine introspektive Seite mit einem Wunsch nach Verbindung und Klarheit. Dass er 2026 erneut auf große Europa-Reise geht, wirkt dabei wie die konsequente Fortsetzung seiner künstlerischen Erneuerung: ein Triumph der Reduktion – und ein kollektives Aufatmen nach Jahren des Lärms.

Moby – Future Quiet European Tour 2026: Alle Termine

April 10 + 17 – USA, Kalifornien – Coachella
Juni 26 – Dänemark – Tinderbox Festival (Odense)
Juni 29 – Türkei – Zorlu Performing Arts Center (Istanbul)
Juli 1 – Griechenland – Release Athens (Athen)
Juli 3 – Luxemburg – Neimënster – SOLD OUT
Juli 5 – Belgien – Rock Werchter
Juli 7 – Spanien – Icónica Santalucia Sevilla Fest (Sevilla)
Juli 8 – Spanien – Mad Cool Festival (Madrid)
Juli 10 – Österreich – Butterfly Dance (Eisenstadt)
Juli 11 – Niederlande – Bospop Festival (Weert)
Juli 12 – Deutschland – Jazz Open Festival (Stuttgart)
Juli 14 – Italien – Jazz Open Festival (Modena)
Juli 17 – Tschechien – Colors of Ostrava (Ostrava)
Juli 19 – Bulgarien – PhillGood Festival (Plovdiv)
Juli 21 – Serbien – Kalemegdan Fortress (Belgrad)
Juli 23 – Kroatien – Pula Arena (Pula)
Juli 26 – England – On The Beach (Brighton) – SOLD OUT
Juli 30 – Georgien – Rustavi International Motorpark (Tbilisi)
August 1 – Ungarn – Budapest Park (Budapest)
August 4 – Polen – Progresija Summer Stage (Warschau)
August 6 – Estland – Lauluväljak (Tartu)
August 8 – Litauen – Kalnų Park (Vilnius)
August 11 – Deutschland – Filmnächte am Elbufer (Dresden)
August 13 – Schweden – Way Out West Festival (Göteborg)
August 15 – England – Old Royal Naval College (London) – SOLD OUT
August 18 – Deutschland – Kunst!Rasen (Bonn)
August 21 – Irland – Irish Museum of Modern Art (Dublin) – SOLD OUT
August 23 – Frankreich – V and B Fest (Château-Gontier)