Noch 143 Tage, dann verwandelt sich der Hamburger Hafen wieder in eines der faszinierendsten Klangareale Europas. Das ELBJAZZ 2026 (10.–11. Juli) setzt seine Erfolgsgeschichte fort – mit einem Line-up, das gleichermaßen Jazzgeschichte reflektiert und deren Zukunft weiterschreibt. Zwischen den Docks von Blohm+Voss und den akustischen Kathedralen der Elbphilharmonie formiert sich ein Wochenende, das improvisatorische Risikofreude, soulige Wärme und innovative Spielformen miteinander verbindet.
Ab sofort sind Tages- wie Kombitickets erhältlich; zudem erweiterte das Festival seine Ausstattung um teilüberdachte Tribünenplätze mit bester Sicht auf die Hauptbühne sowie VIP-Tickets mit Zugang zu Lounge und Catering.
Freitag, 10. Juli 2026 – Eröffnung mit britischem Flair und globalem Jazzverständnis
Der Auftakt des ELBJAZZ 2026 zeigt, wie weit der Begriff „Jazz“ heute gefasst werden kann.
Mit Jamie Cullum (GB) eröffnet ein Künstler den Abend, der wie kaum ein anderer zwischen Jazzsongwriting, Popästhetik und Bühnenexzess vermittelt. Ihm zur Seite steht Joss Stone*, deren Soul-Vokabeln mit Jazzidiomen verschmelzen – ein Kontrast, der die Brücke von Tradition zu Zeitgeist schlägt.
Greentea Peng (GB) bringt ein bewusstseinsoffenes Klangkonzept zwischen Dub-Philosophie und Neo-Soul auf die Bühne. Lizz Wright (USA), eine der großen Stimmen des zeitgenössischen Jazz-Gospel, veredelt das Programm mit warmer Tiefe und emotionaler Klarheit.
Der australische Multiinstrumentalist Don West* stellt in der Elbphilharmonie sein Konzept eines kammermusikalisch aufgeladenen Electro-Jazz vor, während die NDR Bigband & John Beasley (DE/US) orchestrale Dichte und harmonische Offenheit in Einklang bringen.
Im Festivalgelände selbst sind es Stimmen einer neuen Jazzgeneration, die Akzente setzen: Herbert & Momoko (GB)mit avantgardistisch-souligen Texturen, daoud (FR/MA) mit einem Trompetensound, der zwischen Hip-Hop, R’n’B und elektroakustischer Clubästhetik oszilliert, und In Cahoots feat. Ingrid Laubrock (DE) – eine Formation um Frank Gratkowski, die Improvisation als organische Struktur begreift.
🎟️ Tagestickets Freitag: tickets.elbjazz.de – Tagesticket Freitag
Samstag, 11. Juli 2026 – Ikonen, Innovatoren und Grenzgänger
Der zweite Festivaltag spannt den Bogen von jazzhistorischer Gravitas zu pluraler Modernität.
Mit Tom Jones (GB) tritt eine Legende auf, deren Bühnenpräsenz längst kulturgeschichtliches Gewicht besitzt – sein Konzert verspricht Soul in Reinform. Chilly Gonzales* wiederum bringt seine pianistische Virtuosität und humorvolle Konzeptkunst in die Elbphilharmonie – ein Rausch aus Klassik, Improvisation und ironischer Distanz.
Snarky Puppy (US), seit Jahren das internationale Synonym für kollektive Spielfreude und funkinfizierte Präzision, zählt zu den absoluten Live-Höhepunkten. Mit GoGo Penguin (GB) folgt ein Trio, das den Jazz der Gegenwart in hypnotischen Loops und minimalistischen Patterns fortschreibt.
Sänger José James (US) trifft auf China Moses, zwei Stimmen, die Soul, Jazz und urbane Erzählkunst verschmelzen. Der Gitarrist Christone „Kingfish“ Ingram (US) bringt elektrische Intensität in das Programm – ein Blues-Virus der jungen Generation, getragen von technischer Brillanz.
Komplettiert wird der Samstag durch Nubya Garcia (GB), eine der wesentlichen Stimmen der Londoner Jazz-Renaissance, das US-Trio The Bad Plus, das Rockenergie und Jazzsprache fusioniert, sowie die kanadischen Künstler*innen Dominique Fils-Aimé und Jowee Omicil, die mit Soul, karibischen Farben und Spiritualität den Abend ausklingen lassen.
🎟️ Tagestickets Samstag: tickets.elbjazz.de – Tagesticket Samstag
(*Acts mit Sternchen spielen im Rahmen des Elbphilharmonie Specials, alle übrigen auf den Bühnen bei Blohm+Voss.)
Komfort mit Perspektive – neue Tribünen und VIP-Erlebnis
Erstmals stehen teilüberdachte Sitzplätze zur Verfügung – ein Angebot für Besucher*innen, die den Hafenjazz lieber mit fixer Perspektive und akustischer Ruhe erleben möchten. Dazu gesellen sich VIP-Tickets mit Zugang zu einer eigenen Bar sowie kulinarischem Konzept.
💺 Sitzplatz-Upgrades: ab 65 €, nachträglich buchbar per E-Mail an tickets@elbjazz.de, begrenzte Verfügbarkeit.
Neue Stimmen, neue Richtungen: das erweiterte Line-up
Vier weitere Künstler*innen und Projekte bereichern das diesjährige Programm mit sehr unterschiedlichen Klangsprachen:
- Lizz Wright (USA) – tiefverwurzelte Gospeltradition trifft zeitgenössische Jazzpoetik.
- Christone „Kingfish“ Ingram (USA) – Virtuosität und Authentizität des modernen Blues.
- daoud (FR/MA) – der Nomade zwischen Beats, Melancholie und instrumentaler Direktheit.
- In Cahoots feat. Ingrid Laubrock (DE) – improvisatorische Komplexität, farbenreiche Klangarchitektur.

Tickets & Informationen
🎟️ Tickets: tickets.elbjazz.de
🌐 Alle News & Updates: www.elbjazz.de
🎧 ELBJAZZ 2026 Spotify-Playlist: Jetzt reinhören
Gefördert wird das Festival von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg.
Zwischen Hafenindustrie und Elbkultur
Das ELBJAZZ 2026 bleibt das, was es seit seiner Gründung ist: ein Festival der offenen Haltungen und durchlässigen Kategorien. Zwischen urbanem Puls und intellektueller Tiefe wechselt es mühelos von orchestraler Präzision zu improvisatorischer Freiheit. Wer hören will, wohin sich der Jazz der Gegenwart bewegt – zwischen Hafenindustrie und Elbkultur, Globalität und Lokalkolorit –, wird hier fündig werden.