Die Post-Hardcore/Alternative-Helden Basement aus dem britischen Ipswich kommen im Juni 2026 erneut nach Deutschland

Basement FOTO: Basement

„Colourmeinkindness“-Jubiläum: Die britischen Emo-Helden zwischen Auflösung, Wiedergeburt und ungebrochener Leidenschaft – Kaum eine moderne Band hat das Lebensgefühl einer entwurzelten Generation so eindrücklich vertont wie Basement. Seit ihrer Gründung im Jahr 2009 in Ipswich, Suffolk, balanciert die Band um Sänger Andrew Fisher, Gitarrist Alex Henery, Gitarrist Ronnie Smith, Bassist Duncan Stewart und Schlagzeuger James Fisher zwischen zerrütteter Introspektion und eruptivem Ausbruch – zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

Zwischen Nihilismus und Sehnsucht – die Kunst des Bedeutungsvollen im Bedeutungsarmen

Basement entstanden in einer Zeit, als Emo, Punk und Hardcore ihre Hochphase bereits überschritten hatten. Die Briten reagierten darauf mit einem Sound, der die Emotionalität der Jahrtausendwende neu interpretierte: ehrlicher, rauer, weniger pathetisch, aber zutiefst menschlich. Ihr Debütalbum „I Wish I Could Stay Here“ (2011) war dabei ein ungeschliffenes Versprechen – ein Rückzugsort für all jene, die zwischen jugendlicher Wut und leiser Melancholie ihren Platz suchten.

„Colourmeinkindness“ – das Vermächtnis eines Albums

Als Basement 2012 ihr zweites Album „Colourmeinkindness“ veröffentlichten, ahnte kaum jemand, dass es zu einem der prägenden Emo-Alben des Jahrzehnts werden würde. Geschrieben in nur wenigen Monaten und nahezu live eingespielt, entfaltet es eine emotionale Wucht, die zugleich kathartisch und trostlos anmutet. Songs wie “Spoiled“oder “Covet“ fangen das Gefühl ein, jung zu sein und dennoch schon müde – und doch in dieser Müdigkeit ein Stück Schönheit zu finden.

Der Einfluss des Albums ist auch zehn Jahre später unüberhörbar: „Colourmeinkindness“ inspirierte eine neue Welle post-emo-naher Bands, die introspektive Texte mit erdigen Gitarrenklängen verbanden – irgendwo zwischen Nirvana, Sunny Day Real Estate und Title Fight.
Fisher, dessen Stimme zwischen brennender Aufrichtigkeit und resignativer Ruhe pendelt, wurde dabei zur zentralen Figur einer Generation, die Schmerz nicht mehr schreien, sondern verstehen wollte.

Trennung, Neuanfang und Wachstum

Kurz nach der Veröffentlichung kam der Schock: 2013 verkündeten Basement eine unbefristete Pause – gerade auf dem Höhepunkt ihres Erfolges. Mitglieder der Band waren in verschiedene Lebensphasen eingetreten, manche begannen neue Kapitel abseits der Musik. Doch der Rückzug ließ ihre Bedeutung nur wachsen: Ihre Platten wurden Kultobjekte, ihre Songs zu Soundtracks stiller Jugendjahre.

2014 kehrte die Band überraschend zurück. Mit den Alben „Further Sky“ (EP, 2014), „Promise Everything“ (2016) und „Beside Myself“ (2018) bewiesen Basement, dass sie sich musikalisch weiterentwickelt hatten. Der Sound wurde klarer, zugänglicher, ohne die emotionale Tiefe zu verlieren. Was einst wütend begann, formte sich zu reifer Nachdenklichkeit – eine Entwicklung, die sie endgültig als eine der wichtigsten britischen Rockbands ihrer Generation etablierte.

2026: Ein Blick zurück nach vorn

Ein Jahrzehnt nach dem Erscheinen von „Colourmeinkindness“ feiert die Band das Album mit einer erweiterten Neuauflage, die alternative Versionen und reduzierte Arrangements vieler Songs enthält. Diese intimeren Interpretationen erinnern an die MTV Unplugged-Ära der 90er – roher, verletzlicher, echter. Fans erleben Basement so nah wie nie.

Begleitet von diesem Jubiläum kündigt die Band nun für den Sommer 2026 zwei exklusive Deutschlandtermine an. Nachdem die Tour im Herbst 2025 restlos ausverkauft war, holen Basement nun zwei Städte nach, die bislang leer ausgegangen sind.

Tourtermine 2026 (Deutschland)

15.06.2026 Wiesbaden – Schlachthof
17.06.2026 Düsseldorf – zakk

Support: Glare – die texanische Shoegaze-Band, deren dicht schwebender Sound perfekt zu Basements melancholischer Intensität passt.

Energie, Emotion und Ehrlichkeit – live auf der Bühne

Basement-Konzerte sind keine bloßen Nostalgieabende. Sie sind kollektive Katharsis. Wenn hunderte Stimmen im Chor „You’re the blood in my veins“ mitsingen, verschwimmen Grenzen zwischen Band und Publikum, zwischen Schmerz und Euphorie. Die Energie ihrer Shows bleibt roh, ungekünstelt – und gleichzeitig tief verbunden mit jener introspektiven Ehrlichkeit, die ihre Musik seit über 15 Jahren ausmacht.

Tickets & Veröffentlichung

Der Vorverkauf startet demnächst – und wer die emotionalste und vielleicht wichtigste Gitarrenband der britischen Gegenwart live erleben möchte, sollte schnell zuschlagen.

Basement sind zurück. Nicht als Erinnerung an eine vergangene Zeit, sondern als lebendiger Beweis dafür, dass Melancholie, Aufrichtigkeit und Gemeinschaft in der Musik immer wieder ihren Platz finden.