Wilderun kündigen neues Album „Epigone“ an – Progressive- und Symphonic-Metal aus Boston mit epischer Dimension

WILDERUN FOTO: Tom Couture Photography

Erste Single „Passenger“ mit Video veröffentlicht

Die aus Boston stammende Band Wilderun verbindet Progressive- und Symphonic-Metal und kündigt ihr neues Studioalbum „Epigone“ an. Das Werk erscheint am 7. Januar 2022 über Century Media Records. Vorbestellungen sind bereits möglich, gleichzeitig hat die Band ein Musikvideo zur ersten Single „Passenger“ (Radio Edit) veröffentlicht.

Die Band erklärt dazu:
„‚Passenger‘ ist gleichzeitig der unmittelbarste und dichteste Song auf dem Album. Er packt einen ziemlich schnell, aber man braucht mehrere Durchläufe, um alle Details zu entdecken. Außerdem gehört er zu den Stücken, die wir sofort live spielen wollten, nachdem wir sie im Studio aufgenommen hatten – wegen der Wucht von Band und Orchester. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Song ein fester Bestandteil unserer Setlist wird.“

Bonus-Tracks und Albumdetails

Das Albumcover sowie die Trackliste zu „Epigone“ wurden ebenfalls vorgestellt. Die CD- und Digitalversionenthalten als Bonus eine Coverversion des Songs „Everything In Its Right Place“ von Radiohead.

Die digitale Version enthält zusätzlich eine Synth-Mix-Variante des Stücks „Exhaler“.

Die Band kommentiert:
„Wir sind sehr stolz darauf, unser viertes Studioalbum ‚Epigone‘ als unsere erste echte Veröffentlichung bei Century Media präsentieren zu können. An diesem Album haben wir viele Jahre gearbeitet – umso schöner ist es, es nun endlich veröffentlichen zu können. Aus unseren drei vorherigen Alben haben wir viel gelernt, und dieses Wissen auf diese Songs anzuwenden war eine sehr lohnende Herausforderung.“

Trackliste von „Epigone“

  1. Exhaler
  2. Woolgatherer
  3. Passenger
  4. Identifier
  5. Ambition
  6. Distraction I
  7. Distraction II
  8. Distraction III
  9. Distraction Nulla
  10. Everything In Its Right Place (Bonus – nur auf CD & digital)
  11. Exhaler (Synth Mix – Bonus – nur digital)

Ein dunkleres, introspektives Werk

Mit „Epigone“ gehen die Bostoner Klangabenteurer einen noch tieferen und düsteren Schritt über die ausladenden, progressiv geprägten Metal-Kompositionen hinaus, die bereits auf ihrem 2019 erschienenen Album Veil of Imaginationzu hören waren. Das Resultat ist ein Werk, das zugleich monumental, komplex, anspruchsvoll und überraschend menschlich wirkt.

Gitarrist und Sänger Evan Anderson Berry beschreibt das Album als besonders persönlich:
„Für mich ist das definitiv ein Meta-Album. Es hat sehr viel mit dem künstlerischen Prozess zu tun.“

Das neun Stücke umfassende Werk beginnt mit dem akustischen, atmosphärischen Auftakt „Exhaler“ und endet mit der rund zwanzigminütigen, vierteiligen Komposition „Distraction I–IV“ – eine musikalische Reise zwischen Ausdruck und künstlerischem Anspruch.

Pandemie erschwerte die Arbeit

Bassist und Komponist Dan Muller sieht im Album eine andere Form innerer Spannung als beim Vorgänger:
„Dieses Album hat eine andere Art von innerem Konflikt als ‚Veil‘. Dort ging es viel um Erinnerungen und die Entwicklung von der Kindheit zum Erwachsensein. Dieses hier ist dunkler und wirkt für mich deutlich introspektiver.“

Die Entstehung fiel zudem mitten in die globale Pandemie von 2020:
„Es war eine frustrierende Zeit“, erinnert sich Muller. „Gerade begann sich alles in die Richtung zu bewegen, die wir uns gewünscht hatten. Wir hatten bei Century Media unterschrieben und spielten größere Shows wie die 70,000 Tons of Metal-Cruise. Und plötzlich fühlte es sich an, als würde uns alles wieder genommen. Für mich war es das schwierigste Album, das wir je schreiben mussten.“

Komposition über Distanz

Auch der Aufnahmeprozess war durch die Situation geprägt. Berry beschreibt die Arbeit an den Arrangements als „sehr isoliert“. Ideen wurden zwischen den Bandmitgliedern hin- und hergeschickt, ohne dass sich die gesamte Gruppe vor den Aufnahmen Anfang 2021 noch einmal gemeinsam treffen konnte.

Orchestrator Wayne Ingram arbeitete von seinem Heimstudio in Kalifornien aus, während der Rest der Band in Syracuse (New York) aufnahm. Trotz dieser Distanz zeigen Songs wie „Passenger“ die wachsende klangliche Bandbreite der Gruppe: epische Orchesterarrangements treffen auf Berrys death-metallische Gesangsstile.

Ingram – der auch für die Firma des Filmkomponisten Hans Zimmer gearbeitet hat – setzte auf komplexe orchestrale Ideen, während Muller seine Synthesizer-Arrangements stärker atmosphärisch ausbaute.

Der Mix stammt von Jens Bogren, der bereits mit Bands wie Opeth und Arch Enemy gearbeitet hat und dem Album einen besonders kraftvollen Klang verleiht.

Folk-Instrumente und organische Atmosphäre

Ein weiteres Merkmal des Albums ist der verstärkte Einsatz von Folk-Instrumenten.

„Das ist wahrscheinlich die größte Anzahl an Folk-Instrumenten, die wir je auf einem Album verwendet haben“, sagt Muller. „Manchmal stehen sie im Vordergrund, manchmal sind sie nur als Schicht im Hintergrund zu hören. Es gibt weniger Keyboards und mehr akustische Passagen – insgesamt wirkt alles erdiger und weniger theatralisch.“

Musik als Flucht und Transformation

Für Wilderun steht letztlich ein Ziel im Mittelpunkt: Musik zu schaffen, die Zuhörer in eine andere Welt versetzt.

„Im Kern ist Wilderun eskapistisch und transformativ“, erklärt Muller. „Unsere einfache Frage lautet: Versetzt mich diese Musik als Hörer an einen besseren Ort als den, an dem ich gerade bin? Auch wenn Texte und Musik sehr introspektiv sind, könnte es die Geschichte von jedem sein.“

Wilderun sind

  • Evan Anderson Berry – Gesang, Gitarre, Piano
  • Dan Muller – Bass, Synthesizer, Orchestrierungen
  • Jon Teachey – Schlagzeug
  • Joe Gettler – Leadgitarre
  • Wayne Ingram – Orchestrierungen