Andrés Coll Cosmic Trio hebt ab – „Ride to Heaven“: Jazz, Mythen und eine Reise bis zum Mond -es erscheint am 17. April 2026

Von der Erde zum Himmel – und weiter hinaus: Das Andrés Coll Cosmic Trio veröffentlicht am 17. April 2026 mit „Ride to Heaven“ ein Album, das schon jetzt für Gesprächsstoff sorgt: ein Werk zwischen Kosmos und Erde, Mythos und Moderne, und – buchstäblich – auf dem Weg ins All. Denn Ride to Heaven reist gemeinsam mit der NASA-Mission Artemis II zum Mond. Symbolträchtiger könnte ein Albumtitel kaum sein.

Ein Trio zwischen Himmel und Erde

Der 2000 auf Ibiza geborene Andrés Coll zählt zu den spannendsten neuen Stimmen des europäischen Jazz. Mit elektrischer Marimba, Piano und Kastagnetten führt er sein Trio – gemeinsam mit Mateusz Smoczyński (Violine, Baritonvioline) und Ramón López (Schlagzeug, Tabla) – durch eine Klangreise, die er selbst als „Avant-Groove“bezeichnet: Eine Fusion tief verwurzelter Traditionen, freier Improvisation und kosmischer Energie.

„Ride to Heaven“ ist kein gewöhnliches Jazzalbum. Es entfaltet sich, so der Künstler, „wie ein dramatisches Theaterstück“, durch Themen wie Mut, Hoffnung, Abschied, Naturverbundenheit und die Bereitschaft, sich dem eigenen Schicksal hinzugeben.

Jazzlegende Joachim Kühn, der Coll seit Jahren als Mentor begleitet, findet deutliche Worte:

„Das ist ein großartiges Album; Andrés Coll ist einer der herausragendsten Musiker seiner Generation.“

Eine Begegnung, die alles veränderte

Die Geschichte hinter dem Trio beginnt 2020 auf Ibiza: Der damals 19-jährige Coll begegnet beim Jazz Point Festival dem legendären Pianisten Joachim Kühn. Was als spontane Begegnung begann, wurde zur kreativen Partnerschaft. Schon Wochen später stand Coll in Kühns Wohnzimmer – und improvisierte mit ihm das erste Mal. „Magie passierte“, erinnert sich Coll. Aus dieser Begegnung entwickelte sich nicht nur eine Freundschaft, sondern auch die künstlerische Reifung, die schließlich zum Andrés Coll Cosmic Trio führte.

Der „Avant-Groove“ – jenseits von Tradition und Etikett

Der selbstgeprägte Begriff Avant-Groove steht für eine neue Haltung: rhythmisch tief verankert, aber frei in Ausdruck und Form.
„Wir grooven hart“, sagt Coll, „aber brechen den Groove, wenn es nötig ist – um Raum und Stille zuzulassen.“

Diese Balance aus Körper und Geist, Struktur und Freiheit ist der Kern des Albums. Jeder Musiker bringt seine Herkunft ein: Smoczyński polnische Folklore, López seine Erfahrung mit Flamenco und indischer Musik, und Coll die ibizenkische Volksmusik mit ihren geheimnisvollen Tänzen und Klangritualen.

Ein Album mit erzählerischer Kraft

Kritiker Chema García Martínez beschreibt das Album in seinen Liner Notes als „eine Reise vom Untergrund ins Licht“. Jeder Song steht für eine Etappe der inneren Wandlung:

  • „Good Morning“ & „Debussy Dances“ – leuchtende Anfänge, voller Leichtigkeit
  • „The Docks“ – ein Lied des Abschieds, inspiriert vom Sonnenuntergang in Galicien
  • „Acceptance Steps“ – die spirituelle Begegnung mit dem Mentor Joachim Kühn
  • „Repicada“ – Rückkehr zu den Wurzeln, mit ekstatischen Kastagnettenrhythmen
  • „Call of the Faun“ & „Fly low, fly high“ – der Ruf der Natur, inspiriert von Ornette Coleman
  • „Keep the Hope“ und „Ride to Heaven“ – das finale Aufsteigen, die Vollendung: der Sprung ins Licht

Das Album folgt keiner linearen Erzählung, sondern vereint die Stücke zu einem Mosaik über Transformation – musikalisch wie spirituell.

Von Ibiza zum Mond

Die Symbolik des Albums wird durch eine außergewöhnliche Tatsache gekrönt:
„Ride to Heaven“ wurde als kulturelles Memorabilia von der NASA ausgewählt, um auf der kommenden Artemis-II-Mission mit zum Mond zu reisen. Damit wird Colls künstlerische Vision – die Verbindung von irdischem Groove und kosmischem Geist – wortwörtlich Realität.

Eine neue Generation im europäischen Jazz

Das Andrés Coll Cosmic Trio ist mehr als ein Projekt junger Virtuosen – es ist ein Statement einer neuen Generation europäischer Jazzmusiker, die Kontakt zwischen Tradition und Innovation sucht. In der Verbindung aus marimbistischen Klangräumen, expressiver Violine und weltmusikalischem Schlagzeug entsteht eine Musik, die sich jeder Kategorie entzieht – roh, frei und zutiefst menschlich.

Tourtermine 2026 / 2027

  • 16./17.04.2026 – Hamburg, NDR (sold out)
  • 06.06.2026 – München, Unterfahrt
  • 07.06.2026 – Hilden, Jazztage
  • 11.09.2026 – Duisburg, Intermezzo Jazz
  • 07.01.2027 – Singen, Jazzclub

Ritt durch Dunkelheit und Licht

„Ride to Heaven“ ist sowas wie eine künstlerische Himmelsfahrt.
Andrés Coll Cosmic Trio verbindet handwerkliche Präzision, Avantgarde-Freiheit und emotionale Tiefe zu einer Musik, die Grenzen überwindet – geografisch, stilistisch, spirituell. Oder, wie Chema García Martínez schreibt:

„Ein ungestümer Ritt durch Dunkelheit und Licht – und ein Aufruf, das Leben in seiner ganzen Fülle zu umarmen.“

Veröffentlichung: 17. April 2026 (XJAZZ! Music / The Orchard)