Der Ausnahme-Bassist Christian McBride gewinnt gleich zwei GRAMMYs – für sein Big Band-Album und seine Zusammenarbeit mit Chick Corea und Brian Blade
Am 1. Februar setzte Christian McBride seiner ohnehin beeindruckenden Karriere ein weiteres Highlight: Der Bassist, Komponist und Bandleader wurde bei den GRAMMY® Awards 2024 mit dem Preis für das Best Large Jazz Ensemble Album ausgezeichnet – für sein aktuelles Werk Without Further Ado, Vol. 1, erschienen bei Mack Avenue Records.
Das Album vereint McBrides gefeierte Big Band mit einer ebenso erlesenen wie überraschenden Gästeliste: Sting & Andy Summers, Samara Joy, Jeffrey Osborne, Dianne Reeves, José James, Cécile McLorin Salvant und Antoinette Henry tragen zu einem Klangbild bei, das Jazz, R&B und Pop mühelos miteinander verschmelzen lässt.
db: „eine lohnende Erkundung von McBrides Liebe zu Jazz, R&B und Pop“
Der Erfolg des Albums überrascht kaum – das Fachmagazin DownBeat lobte Without Further Ado, Vol. 1 als „eine lohnende Erkundung von McBrides Liebe zu Jazz, R&B und Pop“. Einen besonderen Moment bot auch der TV-Auftritt bei Jimmy Kimmel Live!, wo McBride gemeinsam mit Jeffrey Osborne den Song „Back In Love Again“ performte.
Doppelsieg bei den GRAMMYs
Neben seinem Big Band-Erfolg gewann McBride auch den GRAMMY für Best Jazz Performance – für den Titel „Windows“, aufgenommen mit Chick Corea und Brian Blade. Der Song stammt vom posthum erschienenen Corea-Album Trilogy 3 (Candid Records). Damit zählt McBride nun stolze elf GRAMMY-Auszeichnungen zu seiner Sammlung – ein Meilenstein selbst für einen Künstler seines Formats.

„Seit The Good Feeling 2011 hat sich die Christian McBride Big Band zu etwas ganz Besonderem entwickelt“, betonte Mack Avenue-Präsident Denny Stilwell. „Without Further Ado, Vol. 1 ist die erste Ausgabe einer Reihe – und die Gastvokalisten bringen eine aufregende Dimension in McBrides Klangwelt.“
Von der Bühne ins Studio – Eine Idee reift zur Serie
Die Idee zu den Arrangements entstand im Rahmen des jährlichen NJPAC Gala Events, bei dem McBride als musikalischer Leiter fungiert. „Jedes Jahr spielen wir dort mit großartigen Sängerinnen und Sängern – und ich arrangiere die Musik. Nach so vielen Jahren hatte ich Stapel von Big Band-Arrangements, die nur ein einziges Mal gespielt wurden. Jetzt war endlich der richtige Moment, sie aufzunehmen“, sagt McBride.
Das Ergebnis ist ein Album, das die Renaissance des vokalen Jazz eindrucksvoll dokumentiert. Von Samara Joyseleganter Interpretation des Jazzstandards „Old Folks“ bis hin zu Cécile McLorin Salvants glühender Neubearbeitung von Cole Porters „All Through The Night“ – Without Further Ado, Vol. 1 ist ein wahres Fest für Jazzliebhaber.
Ein Musiker zwischen allen Welten
Christian McBride hat mit Größen wie Chick Corea, Wynton Marsalis, Billie Eilish und Céline Dion gearbeitet. Neben seiner Tätigkeit als Musiker ist er künstlerischer Leiter des New Jersey Performing Art Center’s TD James Moody Festival, des National Jazz Museum in Harlem sowie JAZZ HOUSE KiDS.
Er moderiert zudem die gefeierten Radioformate „Jazz Night in America“ (NPR) und „The Lowdown: Conversations With Christian“ (SiriusXM). McBride steht für eine Kunst, die Brücken schlägt – zwischen Stilrichtungen, Generationen und Kulturen.
„Ob hinter dem Bass oder abseits der Bühne – Christian McBride ist immer Teil der Musik“, sagte einst ein Kollege. Without Further Ado, Vol. 1 zeigt, warum.