„#1“-Album der Münchner Formation Rock Lounge Orchestra (RLO)

Rock Lounge Orchestra FOTO: Promo

Eines merkt man auf dem „#1“-Album der Münchner Formation Rock Lounge Orchestra (RLO) sofort: Da sind ausnahmslos absolut versierte Musiker am Werk. Gute Arbeit sowohl an ihren Instrumenten als auch beim Songwriting. Das zweite, was der Hörer ebenso sofort wahrnimmt, ist der deutsche Akzent des Sängers. Das machte einst den Charme des sogenannten Krautrocks aus, im Jahr 2018 wirkt es indes ein wenig irritierend.

Von Lina Macke

Die Band Rock Lounge Orchestra (RLO) gibt es schon seit 2012, jetzt erst erscheint ihr erstes Album. Und das hat sicherlich damit zu tun, dass alle Profimusiker ziemlich eingebunden sind mit ihren hauptberuflichen Projekten. Denn jeder für sich, kann auf ein beeindruckendes Portfolio blicken.

Albert Frasch (Bass und Gesang) und Martina Liesenkötter (Geige, Trompete, Flügelhorn, Gesang) zum Beispiel sind feste Mitglieder des Bayerischen Rundfunkorchesters, Rainer Blencke (Gesang, Saxofon, Gitarre) ist Studio- und Tourmusiker und begleitete schon Bands und Musiker wie Spandau Ballet, Bonnie Tyler, Joy Fleming oder Ron Evans. Roland Auer spielt unter anderem bei der Big Band Burghausen unter Al Porcino. Joe Rankenhohn, der hier seinen fantastischen Gitarrensound und sein ausgewogenes wie melodiöses Spiel beisteuert sowie viele der Stücke geschrieben hat, arbeitet am Düsseldorfer Schauspielhaus und bei Platten- und Werbeproduktionen. Er kollaborierte schon mit Künstlern wie Jon Hiseman (Colosseum) , Hubert von Goisern und Fritz Hilpert (Kraftwerk). Drummer Andreas Moser ist gefragt bei Dirigenten wie Lorin Mazel, Kent Nagano und Valery Giergiev sowie Sängern wie Plácido Domingo, Edita Gruberova, DeeDee Bridgwater, Xavier Naidoo, und Musiker wie Klaus Doldinger, James Morrison und Keith Emmerson engagierten den gebürtigen Tiroler ebenfalls.

Die Freude an der Musik in seiner Vielfältigkeit macht das Album aus. Da winken Einflüsse von Sade, Bruce Springsteen, John Cougar-Mellencamp, Steely Dan oder Marc Cohn, etwas Rock, etwas 80er-Jahre-Lounge-Pop. Sie selber schreiben: „Im besten Rock-Alter entwickeln sie ihren Sound aus der ,Essenz ihres bisherigen musikalischen Schaffens‘, aus ihren Erfahrungen mit unzähligen früheren und noch aktuellen Formationen, und nicht zuletzt aus der Kraft ihrer Ideen: Eingängige, bunte Rock-Songs mit Ohrwurm-Gefahr und augenzwinkerndem Schalk im Nacken.“

Live Dates aktuell:

23.11.2018 Wintertollwood München – CD-Release Party Theresienwiese
07.12.2018 Cafe Nea Zoi – 84503 Altötting
20.12.2018 Schwabinger Weihnachtsmarkt München – Münchner Freiheit

Alles Wissenswerte und mehr gibt es unter: www.rockloungeorchestra.de