Bluesgitarrist Danny Bryant kommt nach Bonn und nimmt sein neues Livealbum auf

Danny Bryant kommt am Sonntag in die Harmonie Bonn und nimmt einen Teil seines neuen Livealbums hier auf. Der britische Bluesgitarrist kommt in großer Besetzung.

Von Cem Akalin

Einen „nationalen Bluesschatz“ nannte das Classic Rock Magazine Danny Bryant, und ein holländisches Musikmagazin erklärte ihn just zum besten Bluesgitarristen. Der bärtige 36-Jährige aus Royston, Hertfordshire, ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus, sondern macht immer weiter. Sein aktuelles Projekt: Ein Live-Doppelalbum mit großer Besetzung. Ein Teil dieses Albums wird an diesem Sonntag, 29. Januar 2017, in der Bonner Harmonie aufgenommen. Beginn: 19 Uhr.

Wie sich das anhören kann, hat er in einem Vorabvideo am 14. Oktober 2016 bei Jazzhaus Rekords aufgenommen – eine neue, überarbeitete Big Band Version von „Prisoner of the Blues“. Es sei ein lebenslanger Wunschg, einmal mit „fantastischem ‚Big Band‘ Sound’“ a8fzutreten, sagte Danny. Der Mann macht seinen Wunsch wahr. Mit der neunköpfigen Band, zu der außerdem ein Keyboarder und ein weiterer Gitarristen, der Freiburger Marc Rahner, gehören, gibt Bryant drei exklusive Shows: am Freitag in Freiburg, am Samstag im niederländischen Den Bosch und am Sonntag eben in Bonn.

Der Gitarrist und Sänger, der normalerweise im Trio mit Bassist und Schlagzeuger unterwegs ist, hat gut 30 Stücke neuarrangiert. Neben eigenen Stücken sind ein paar Coverversionen für das Doppelalbum vorgesehen, etwa die Ballade „As The Years Go Passing By“ von Fenton Robinson, die Gary Moore so bekannt gemacht hat, oder Willie Dixons „Groaning The Blues“. Bereits im April soll das Album in den Plattenläden stehen.

Der von B.B. King, Buddy Guy, Muddy Waters, Eric Clapton und Walter Trout beeinflusste Gitarrist ist ein ganz bodenständiger Musiker. Großen technischen Aufwand betreibt er nicht, und so ist es immer wieder beeindruckend, den schwergewichtigen Musiker live zu sehen. Was andere Gitarristen mit Volumepedalen machen, reicht Bryant der einfache Lautstärkeregler an seiner Fender Strat. Dem Musikmagazin Gitarre & Bass vertraute er im Interview an: „Ich bin sicher kein supervirtuoser Gitarrist, aber ich weiß was ich tue und spiele eben mit viel Gefühl – alle Soli sind komplett improvisiert. Es ist mir wichtig eine Verbindung zwischen Technik, Erinnerung und Gefühl herzustellen. Wenn das im Fluss ist, gibt es mitunter magische Momente.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.