Jon Hassell kündigt sein neues Album „Seeing Through Sound“ an

Jon Hassell FOTO: Roman Koval

(English, scroll down please!) Jon Hassell kündigt sein neues Album „Seeing Through Sound“ an. Es ist der zweite Teil der Pentimento Serie. Das Album erscheint am 24. Juli via seinem eigenen Label Ndeya Records, im Vertrieb bei Rough Trade als CD/ LP und digital. Heute erscheint mit der Single „Fearless“ ein erster Vorgeschmack auf das neue Album.

Dieser zweite Teil aus der Pentimento-Reihe ist ein Begleitstück zu Listening To Pictures aus dem Jahr 2018 und präsentiert acht neue Titel des Musikvisionärs. Damit setzt er seine lebenslange Erforschung der Möglichkeiten der Rekombination und des musikalischen „Genspleißens“ fort. Als Spleißen bzw. Splicing wird in der Zellbiologie ein wichtiger Schritt der Weiterverarbeitung (Prozessierung) der Ribonukleinsäure (RNA) bezeichnet, der im Zellkern von Eukaryoten stattfindet. Der Künstler benutzt diesen Term bewusst, um darzustellen, dass es sich um einen wichtigen Kern seines Musikschaffens geht.

Pentimento ist definiert als das „Wiederauftauchen früherer Bilder, Formen oder Striche, die geändert und übermalt wurden, in einem Gemälde“. Dies zeigt sich in dem innovativen Produktionsstil, der mit überlappenden Nuancen „mit Ton malt“, um ein undefinierbares und berauschendes Bild zu erzeugen.

In klassischer Hassell-Manier kann der Titel auf vielfältige Weise interpretiert werden, aber der derzeit vielleicht relevanteste ist der menschliche Instinkt, durch einen Regen von Schwierigkeiten zu singen und zu spielen. Ein zukünftiger Blues von unbestimmter und sich ständig verändernder Form.

Das Album wird am Anfang und am Ende von zwei 8-minütigen Epen gepuffert – dem hypnotischen „Fearless“ mit seinem metronomischen, fast Can-ähnlichen Rhythmus und der verschwommenen, noirischen Klangstruktur, die wie Autoscheinwerfer aus dem Nebel auftaucht. Am Ende der Aufnahme spiegelt sich das wunderschöne Science-Fiction-Schlaflied von „Timeless“ wider, ein Track mit einer gasförmigen, wogenden Qualität, während elektronische Klicks und Blasen über einer Landschaft von schimmernder, eiszeitlicher Komplexität schweben.

Die Brücke zwischen diesen beiden Welten ist nicht weniger überzeugend, von der hektischen IDM-Skizze von „Reykjavik“ bis zur zusammengebrochenen Ballade von „Unknown Wish“. Während diese Platte Samen der klassischen Fusion der „vierten Welt“ enthält, sucht der Künstler immer noch nach neuen Formen und Mutationen der Musik, ein aufregendes Fenster in das, wie Musik in einer zukünftigen Welt klingen könnte.

English

Jon Hassell announces his new album „Seeing Through Sound“. It is the second part of the Pentimento series. The album will be released on July 24th via its own label Ndeya Records, distributed by Rough Trade as CD / LP and digital. Today, the single “Fearless” is the first foretaste of the new album.

A companion piece to 2018’s Listening To Pictures, this second volume in the pentimento series presents eight new tracks by the music visionary, continuing his lifelong exploration of the possibilities of recombination and musical gene-splicing. In cell biology, splicing or splicing is an important step in the further processing (processing) of ribonucleic acid (RNA), which takes place in the cell nucleus of eukaryotes. The artist consciously uses this term to show that it is an important core of his music work.

Pentimento is defined as the “reappearance in a painting of earlier images, forms, or strokes that have been changed and painted over” and this is evident in the innovative production style that ‘paints with sound’ using overlapping nuances to create an undefinable and intoxicating new palette.

In classic Hassell fashion, the title can be interpreted in a myriad of ways, but perhaps the most pertinent at the moment is the human instinct to sing and play through a rain of difficulties. A future blues of indeterminate and ever-shifting shape. The album is buffered by two 8-minute plus epics at the beginning and the end – the hypnotic “Fearless” with it’s metronomic, almost Can-like rhythm, and blurry, noir-ish texture of sound emerging like car headlights from the fog; mirrored at the end of the record by the beautiful sci-fi lullaby of “Timeless”, a track with a gaseous, billowing quality as electronic clicks and bubbles float over a landscape of shimmering, glacially paced complexity. The bridge between those two worlds is no less compelling, from the frantic, spidery IDM sketch of “Reykjavik” to the collapsed-time ballad of “Unknown Wish”. Whilst containing seeds of classic ‘fourth world’ fusion, this record finds the artist still questing to create new forms and mutations of music, a thrilling window into what music could sound like in a world to come.

Album Pre Order https://ndeya.ffm.to/seeingthroughsound

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