Devon Allman auf Deutschlandtour: am 28. August in Köln

Wenn dein Nachname gleichbedeutend mit einem der am meisten verehrten Vorfahren des Southern Rock und des archetypischen Americana ist, liegt es an dir, dieses Vermächtnis und die Musik, auf der es gebaut wurde, zu ehren. Es ist also kein Wunder, dass Devon Allman, der Sohn des verstorbenen Gregg Allman (Allman Brothers),  ein versierter Sänger, Songwriter und Gitarrist ist. Zeit, ein neues Kapitel seiner eh schon großartigen Karriere aufzuschlagen, eine neue Band zu gründen und eine Reihe hochkarätiger Performances hinzulegen.

Allman, der ehemalige Dreh- und Angelpunkt hinter Bands wie Royal Southern Brotherhood und Honeytribe, hat jetzt das Devon Allman Project zusammengestellt, ein sechsköpfiges Ensemble mit einem Perkussionisten / Multiinstrumentalisten, einem Hammond B3-Spieler und einem zusätzlichen Gitarristen. Der Auftakt fand vor anderthalb Jahren mit Special Guest Duane Betts bei der Fillmore-Show im Dezember statt, außerdem mit Auftritten von Luther und Cody Dickinson (von North Mississippi All-Stars), Peter Levin (Gregg Allman Band, Blind Boys of Alabama, CSN, Doobie etc.), Samantha Fish, Jimmy Hall (Wet Willie, Jeff Beck, Hank Williams Jr.) und Bobby Whitlock (Derek & The Dominos, Dr. John, Rolling Stones etc.) sowie dem langjährigen Keyboarder Gregg Allman, der ja im Mai 2017 starb.

In den ersten Monaten nach Gregg Allmans Tod war der 45-Jährige nicht in der Lage, öffentlich aufzutreten. „Ich habe meinen Agenten angerufen und jedes Date abgesagt“, sagte er dem Rolling Stone. „Ich sagte zu ihm: Ich werde mich nicht konzentrieren können. Die Energie im Raum wird nicht ausreichen.“

Aber im August 2017 nahm er seinen ganzen Mut zusammen, um beim Peach Fest in Scranton, Pennsylvania, auf der Bühne zu stehen und eine emotionale Interpretation des Allman Brothers Klassikers „One Way Out“ von 1972 aufzuführen. „Ich musste die ganze Zeit meine Tränen unterdrücken“, sagte er. „Ich habe meinen Vater vermisst und darüber nachgedacht, wie sehr ich ihn singen hören wollte und wusste, dass ich es nie wieder tun würde.“

Devon hat wohl selbst schon einen Platz im Pantheon des Southern Rock reserviert. Sein bemerkenswerter Lebenslauf erstreckt sich über fast zwei Jahrzehnte, von seinem Spiel mit Honeytribe und der weitverehrten Supergruppe Royal Southern Brotherhood bis hin zu Sessions mit Größen wie Billy Gibbons von ZZ Top, Les Paul, Keith Urban, Gov’t Mule und Lynyrd Skynyrd, um nur einige zu nennen. Sein Soloalbum „Turquoise“ wurde von USA Today als „reflektierend und gefühlvoll“ gelobt, „Ride or Die“ erreichte in den Billboard Blues Charts Platz 1.

Jetzt ist Devon auf Tour in Deutschland:

27.08. Hamburg – Downtown Bluesclub
28.08. Berlin – Privatclub
29.08. Köln – Yard Club
30.08. München – Backstage Club
31.08. Nürnberg – Hirsch