Welcome to the Eighties: Shakatak lässt Nostalgiestimmung aufkommen

Shakatak am 1. Februar 2017 in der Harmonie Bonn. FOTO: Peter "Beppo" Szymanski

Shakatak lässt in der Bonner Harmonie die poppig-bunten Achtziger wiederaufleben und spielen das Beste aus ihrem Hitrepertoire von „Invitation“ über „Dark Is The Night“ bis zum aktuellen „Carry On“.

Von Mike H. Claan

Jill Saward FOTO: Peter „Beppo“ Szymanski

Es war die Zeit der Föhnfrisuren, der knallig produzierten Popsongs, von Asti und klebrig-süßen Mixgetränken. Shakatak gehörte zu diesen Bands, die Pop, Jazz und Discosounds zu einem tanzbaren Cocktail mixten. Songs wie „Invitations“ gehörten zu Dauerbrennern in Clubs, Kaufhäusern und Aufzügen. Die Briten hatten in den 1980er Jahren immerhin zehn Top-Ten-Nummern in ihrer Heimat. Am Mittwoch gastierte die Truppe in der Harmonie Bonn.

„Invitations“ stürmte tatsächlich vor 35 Jahren die Radiosender, ein Piano- und rhythmusdominierter Song, der damals viel Einfluss hatte. Grover Washington jr., Spyro Gyra, sogar Lee Ritenour und viele andere Jazzer sprangen auf den kommerziellen Zug auf. „Night Birds“ oder „Easier Said Than Done“ hatten zudem noch diesen gewissen Romantiktouch.

Keyboarder Bill Sharpe FOTO: Peter „Beppo“ Szymanski

„Dark Is The Night“ lebt vom süßen Frauengesang, den Jill Saward natürlich heute nicht mehr ganz so hoch sing, aber die 63-Jährige ist eine hervorragende Entertainerin, die an den Congas und Timbales immer noch gut den Rhythmus bestimmt und auch die Querflöte beherrscht sie. Drummer Roger Odell gehört übrigens ebenso noch zum vierköpfigen Kern der Band wie Keyboarder Bill Sharpe und Bassist George Anderson, der noch hervorragend in Form ist. Von ihm stammt auch der Hit „Day by Day“, auf dem damals noch Al Jarreau mit gesungen hatte. Ganz hervorragend übrigens Tourgitarrist Alan Wormald, die Saxophonparts übernahm Jacqui Hicks.

Natürlich gab es auch etwas vom neuen Album „Times And Places“ zu hören. Zum Beispiel „Carry On“, der ganz auf dem Stil der Eighties liegt und etwas mehr die Smooth Jazz-Seite betont. Und auch die Synthesizersounds scheinen noch von damals übernommen zu sein. Live sind Bass und Percussion noch präsenter. Die Fans schwelgten in nostalgischer Freude und waren jedenfalls begeistert. Was will man mehr?